Computer, Entertainment und Technik

Was macht die Faszination von IT und Homeentertainment aus?

Der Siegeszug der Informationstechnologie begann mit dem C 64, dem Atari und mit Amiga. Zuvor hatten Computer im Bürobereich und in Handwerk und Industrie bereits mächtig an Terrain gewonnen, aber nun wurde es interessant für den privaten Anwender in der häuslichen Umgebung. Und hier ist zunächst nicht Zweckmäßigkeit das Kriterium, sondern Faszination.

Atari forever!

Aus freien Stücken wurden ganze Sonaten Note für Note in den Atari eingegeben, entwarf der Hobby-Grafiker am Amiga futuristische Objekte, druckte sie aus und schuf so sein ganz persönliches Ambiente. Computerspiele gab es bereits in einer Darstellung, die das Kommende mehr erahnen ließ als dass sie rundum überzeugten. Aber der Ausbreitung des neuen Mediums waren in einer verzweifelt nach dem eigenen Selbst suchenden Gesellschaft keine Grenzen gesetzt, und der große Vorteil gegenüber Rundfunk und Fernsehen war, dass hier der User als ein Handelnder angesprochen wurde, nicht nur als Konsument von Entscheidungen, die andere für ihn getroffen hatten: Musikverleger, die nach ihren Kriterien Noten herausgaben und Grafiker, Designer und Galeristen, die seine häusliche Umgebung mit ihren Vorgaben ausgestalteten.

Mit Fritz Walter in Bern

Die traditionellen Medien Rundfunk und Fernsehen hatten diese Entwicklung vorbereitet. Die Weltmeisterschaft in Bern 1954 fand noch für viele am heimischen Radiogerät statt, 1974 wurde Deutschland im Farbfernsehen wieder Weltmeister. Krimiserien wurden zu Straßenfegern, die legendäre Faust-Inszenierung von Gründgens konnte als Video ausgeliehen werden, samstags Dalli Dalli, und die dritten Programme wurden zur bundesweiten Volkshochschule.

Jeder ein Künstler

Mit dem Internet sind diese beiden Entwicklungslinien zusammengewachsen. Hie findet sich die Tagespresse vollzählig versammelt, und jeder Besucher kann seinen Kommentar abgeben. Vorbei die Zeiten, in denen Redakteure die Leserbriefschreiber, denen man verschämt eine halbe Spalte einräumte und insgeheim belächelte, mit der Arroganz des Etablierten gerne abqualifizierten und marginalisierten. Jeder kann heute zu einem Produkt eine Kritik schreiben, die neuesten Modetrends bewerten oder als Musikkritiker am Kulturleben teilnehmen. Mehr noch: Jeder wird Musikproduzent, Verleger oder sogar Filmregisseur, und die vormals geschlossene Gemeinschaft der institutionalisierten Kultur, die über Sein oder Nichtsein, Hit oder Niete entschied, hat ernsthaft Konkurrenz bekommen und bemüht sich, den Anschluss nicht zu verlieren. Die Mediengestalter suchen händeringend nach Formaten, die eine komplett anders sozialisierte Jugend für ihr Medienformat gewinnen können.

60 Zoll und HD

Mit LED-TV im Großformat und Tablet-PC ist häusliche Gebrauch der Informationsmedien in eine neue Phase getreten. Das Heim-Kino bietet Filmgenuss in Breitwand mit 6-Kanal-Ton, und so können Kinopaläste nur noch den gemeinschaftlichen Filmkonsum als Alleinstellungsmerkmal für sich verbuchen, und müssen am Ende doch einräumen, dass Kinobesucher doch verstörend wirken können, weshalb die heimische Umgebung, mittlerweile zum Kino umfunktioniert, als Ort der Filmvorführung oft vorgezogen wird. Mit dem Tablett sitzt der User nicht nur am Schreibtisch am PC, sondern shopt im Sessel, mailt am Küchentisch und lernt auf dem Sofa.

Times have already changed!

Alles in allem haben die Informationstechnologien die Möglichkeiten und den Horizont der zuvor sprachlosen Mehrheit auf unvorstellbare Art erweitert. Vor langer Zeit war der, der nicht am Geschehen unmittelbar beteiligt war, nur die Möglichkeit, den Erzählungen der Erfahrenen zu lauschen und sich mit seinen Nächsten auszutauschen. Die Massenmedien wurden von einer kleinen Oberschicht in Kultur und Politik beherrscht. Was gelernt wurde, gab die Schule vor, und was oder wer gut oder nicht gut war, stand vorher fest und war schwer zu korrigieren. Das hat sich gründlich geändert: jeder nimmt heute an allem Teil, ist selbst erfahren und teilt sich anderen öffentlich mit. Und alles mobil, an jedem Ort, und sogar in HD.

 

IT-Empfehlungen

 

Smartwatches:

Von Apple Watch bis Asus ZenWatch bietet smartwatch.de einen Überblick über die aktuelle Smartwatch und Wearables Szene, angeführt durch Modelle von Apple & Samsung.

Jobsuche im Netz:

Speziell für die Gastronomie und Hotellerie bietet staffbook.de sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern eine ausgezeichnete Möglichkeit der Zusammenkunft.

 

http://www.o-xp.de/